GS BlueCart KY5140 XL M fabrikneu
Für Kyocera ECOSYS M 6030 cdn, M 6530 cdn, P 6130 cdn


10.000 Seiten


> Alle Neuheiten

Login


> Registrieren

Wissenswertes

Was versteht man unter einem Tonermodul und einer Tonerkartusche?

Was bedeuten Rebuilt und Refill?

Was besagen DIN 33870 und ISO 19752?

Was versteht man unter Flächendeckung und Flächendeckungsgrad?

Was ist der Dr. Grauert-Brief?

Was ist eigentlich Toner?

Was ist ein Tape-Test?

Was ist Dokumentenechtheit? Gibt es einen Nachweis der Dokumentenechtheit für wiederaufbereitete Tonermodule?

Welche Zertifikate gibt es für wiederaufbereitete Tonermodule?

 

Was versteht man unter einem Tonermodul und einer Tonerkartusche?

 

Bei Tonermodulen handelt es sich um Verbrauchsmaterial für Laserdrucker, Fax- oder Multifunktionsgeräte. Es sind komplette Systeme, die im Wesentlichen aus Tonertank mit Toner, bilderzeugenden Bauteilen (Bildtrommel) und Resttonerbehälter bestehen. Mit dem Ersetzen eines leeren Tonermoduls wird daher stets das komplette bildverarbeitende System getauscht. Tonermodule werden auch als Tonerkartuschen, Laserkartuschen, Druckkassetten oder Cartridges bezeichnet.

 

2100a

Wussten Sie schon, dass ein Tonermodul (z.B. für HP LaserJet 4000) aus über 50 Einzelteilen besteht? Informieren Sie sich hier wie ein Tonermodul aufbereitet wird (Download PDF-Datei 1,5 MB).

 

18

Unter Tonerkartusche oder Toner-Kit versteht man in der Regel Kunststoffbehälter, die den Tonervorrat beinhalten und über einen einfachen Antrieb zur Beförderung des Toners verfügen. Das bildverarbeitende System bildet entweder ein eigenständiges Produkt mit einer bestimmten Laufleistung (z.B. die Bildtrommel bei Brother-Geräten oder bei einigen Lexmark-Geräten) oder ist als sehr langlebige Komponente in das Gerät integriert und muss während der Lebensdauer des Gerätes nicht ersetzt werden (z.B. bei Kyocera-Geräten).

Was bedeuten Rebuilt und Refill?

Rebuilt bedeutet, dass ein Tonermodul nicht nur gereinigt und neu befüllt wird. Es werden Verschleißteile — wie Belichtungstrommel und Abstreifer — ersetzt. Dabei kann es Qualitätsunterschiede geben, da manche Hersteller keine neuen sondern nur aufpolierte Belichtungstrommeln einbauen oder nicht alle Abstreifer ersetzen. Unsere Produkte werden stets mit einer hochwertigen neuen Trommel sowie neuen Abstreifern ausgestattet.

Bei einem Tonermodul bedeutet Refill-Qualität, dass das Modul nur gereinigt und wiederbefüllt wurde. Es werden keine Verschleißteile ersetzt. Damit wird das recycelte Tonermodul zwar preislich günstiger, die Qualität ist jedoch nicht mit Rebuilt- oder Original-Modulen vergleichbar. Die angegebene Kapazität wird oft nicht erreicht, da die bereits gebrauchte Belichtungstrommel Abnutzungserscheinungen zeigt, die sich in der Druckqualität widerspiegeln.

Tonerkartuschen bzw. Toner-Kits gibt es nur in Refill-Qualität. Da sie keine Belichtungseinheit besitzen, sondern diese ein separates Produkt bildet, können Toner-Kits nur gereinigt und wiederbefüllt werden.

Was besagen DIN 33870 und ISO 19752?

Die DIN 33870 bildet Grundanforderungen an die Herstellung und Prüfung von Tonermodulen ab. Sie fordert den Austausch von Verschleißteilen nicht generell sondern nur falls erforderlich. Qualitativ hochwertiger sind Tonermodule deren Verschleißteile generell ausgetauscht werden. Wir stellen Ihnen dazu genauere Informationen zur Verfügung. In der DIN 33870 gibt es konkrete Vorschriften zum Prüfen der Tonermodule und zur Ermittlung der Kapazität basierend auf 5 % Flächendeckung.

Mit der ISO 19752 soll der deutschen Norm eine internationale Norm zur Seite gestellt werden. Leider liegen die Anforderungen der ISO-Norm jedoch noch weit unter denen der DIN. So werden im Prüfverfahren z.B. nicht mehr Original-Module mit wiederaufbereiteten Tonermodulen verglichen sondern nur noch wiederaufbereitete Module geprüft. Die Anzahl der geprüften Module ist zwar höher, dafür kann aber mit einer beliebigen Anzahl geprüft werden bis die geforderte Zahl erreicht ist.

Näheres zu den Unterschieden in dieser Übersicht.


Was versteht man unter Flächendeckung und Flächendeckungsgrad?

Unter Flächendeckung versteht man die Flächensumme der Bildelemente einer in Bild- und Nichtbildelemente zerlegten Fläche nach DIN 16544. Der Flächendeckungsgrad drückt das Verhältnis der Flächendeckung zur Gesamtfläche in Prozent aus.

Die Kapazitätsangaben der Hersteller von Original-Tonermodulen beziehen sich in der Regel auf einen Flächendeckungsgrad von 5 %. Das bedeutet, die angegebene Kapazität wird erreicht, wenn Drucke erstellt werden, die ein DIN A4-Blatt zu 5 % mit Toner bedecken. Dafür gibt es eine Prüfvorlage nach DIN 33870, deren Verwendung bei Tests die Überprüfung der Kapazitätsangaben von Tonermodulen unterschiedlicher Hersteller transparenter macht.

Die Flächendeckung wird auch als Tonerdeckung oder Schwärzung bezeichnet.

Was ist der Dr. Grauert-Brief?

Mit Dr. Grauert-Brief ist eine Prüfvorlage aus der DIN ISO/IEC 10561 gemeint. Die Prüfvorlage wird gern Dr. Grauert-Brief genannt, da sie einen kurzen Geschäftsbrief darstellt, der sich an einen Herrn Dr. Grauert wendet. Diese Norm soll es ermöglichen, die Leistung von Druckern der Klassen 1 und 2 einfach und schnell zu vergleichen. Zu den Druckern der Klassen 1 und 2 gehören Typenraddrucker, Nadeldrucker, Tintenstrahldrucker und Thermodrucker. Laserdrucker gehören zu den Druckerklassen 3 und 4. Diese Norm ist daher zum Vergleich der Druckleistung von Laserdruckern nicht geeignet.

Trotzdem beziehen sich einige Hersteller von wiederbefüllten oder wiederaufbereiteten Tonermodulen gern auf die Prüfvorlage aus dieser Norm. Die Prüfvorlage Dr. Grauert-Brief weist nämlich einen Flächendeckungsgrad von nur 2,8 % auf. Wird die Kapazität von Tonermodulen nach dieser Vorlage angegeben oder mit dieser Vorlage getestet, entstehen Kapazitäten, die um das 1,8fache höher liegen als bei Kapazitätsangaben die mit einem Flächendeckungsgrad von 5 % ermittelt wurden.

Normalerweise sollte für Testzwecke und Kapazitätsangaben die Flächendeckung von 5 % verbindlich sein, da sie nach unseren Untersuchungen der Praxis näher kommt. Der Dr. Grauert-Brief weist keinerlei Grafik, Fettdruck oder größere Schrift auf und ist zudem sehr kurz.

Wir haben für uns zu Testzwecken - ausgehend vom Dr. Grauert-Brief - eine interne Prüfvorlage mit 5 % Flächendeckung entwickelt, die 3,3 % Text und 1,7 % Grafik enthält. Dies entspricht nach unseren Erfahrungen praxisnahen Werten. Wir testen die Kapazität unserer Produkte stets mit dieser Vorlage und mit der Testvorlage gemäß DIN 33870, die ebenfalls einen Flächendeckungsgrad von 5 % aufweist jedoch nur Grafik beinhaltet.

Was ist eigentlich Toner?

Toner für Laserdrucker ist pulverförmige Druckfarbe. Sie besteht aus Farbpigmenten, Kunstharz und verschiedenen chemischen Beimengungen. Durch die Erhitzung im Drucker verbinden sich die Tonerpartikel dauerhaft mit dem Papier. Toner wird in einem Schmelz-Mahl-Prozess hergestellt. Dabei werden alle Bestandteile vermengt und miteinander verschmolzen.

 
toner

 

Anschließend wird diese Tonermasse zu Pulver gemahlen oder über eine Luftzirkulation mit hoher Geschwindigkeit pulverisiert. Durch Ungenauigkeiten bei der Zerkleinerung entstehen unterschiedlich große Tonerpartikel. Die Partikel, die zu groß sind, werden erneut eingeschmolzen und gemahlen. Der fertige Toner hat eine Partikelgröße von 6 - 8 Mikrometern. Die Herstellungsweise in diesem Mahlverfahren ist sehr energieaufwändig. Die Tonerpartikel weisen eine stark unregelmäßige Oberfläche auf, was der Grund für die Entstehung von Resttoner beim Druck ist.

Seit einiger Zeit wird Toner auch chemisch hergestellt. Dieses Verfahren kommt bisher vor allem für Toner für Farblaserdrucker zum Einsatz. Dabei werden flüssige Komponenten eingesetzt. Diese Stoffe gehen während des chemischen Ablaufes eine molekulare Verbindung ein - dies nennt man Polymerisation. Daher wird dieser chemisch hergestellte Toner auch Polymer-Toner genannt. Man erhält als Ergebnis einen homogenen Toner mit einer Partikelgröße von ca. 3 Mikrometern. Die Tonerpartikel weisen im Prinzip alle die gleiche Größe und eine geschlossene Oberfläche auf. Dadurch kann der Toner gezielter dosiert werden und es entsteht beim Drucken weniger Resttoner.

In Zukunft wird Polymertoner sicher auch für Monochrom-Laserdrucker zum Einsatz kommen. Das würde ermöglichen, dass die Tonerfüllmengen der Tonermodule aufgrund der geringeren Tonerpartikelgröße erhöht werden könnten und die Kapazitäten steigen würden. Die Laserdrucker könnten mit höheren Auflösungen drucken, was wiederum zu einem noch besseren Schriftbild führen würde.

Polymertoner ist in der Herstellung bedeutend komplizierter als das Mahlverfahren, verbraucht dafür jedoch viel weniger Energie.

Was ist ein Tape-Test?

Dies ist ein Test mit dem die Haftung des Toners auf dem Papier geprüft und beurteilt werden kann. Man druckt eine Seite mit einer großen schwarzen Fläche aus. Auf diese Schwarzfläche klebt man längs über die gesamte Seite einen handelsüblichen Klebebandstreifen (z.B. von Tesa, 12 mm breit) und reibt ihn etwas auf dem Papier an. Anschließend zieht man den Klebebandstreifen in einem möglichst spitzen Winkel langsam ab. Je weniger Toner am Klebeband haftet desto besser fixiert der Toner auf dem Papier. Am besten ist dies sichtbar über einer weißen Unterlage. Eine gute Fixierung des Toners schont die Heizung Ihres Laserdruckers.

Mit dieser visuellen Prüfung mittels Klebebandmethode (nach DIN 53223) kann die Haftung verschiedener Toner miteinander verglichen werden. Sie wird in der DIN 33870 zur Prüfung der Widerstandsfähigkeit der auf dem Papier fixierten Tonerschicht gegenüber mechanischer Beanspruchung angewendet.


Was ist Dokumentenechtheit? Gibt es einen Nachweis der Dokumentenechtheit für wiederaufbereitete Tonermodule?

 

Prüfungen zur Dokumentenechtheit werden von der Papiertechnischen Stiftung in Heidenau als von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) akkreditiertes Prüfinstitut vorgenommen. Der Zweck dieser Prüfung ist die Untersuchung auf „Eignung zur Herstellung von Urschriften, Ausfertigungen und beglaubigten Abschriften notarieller Urkunden“. Der Nachweis der Dokumentenechtheit wird von der Dienstverordnung für Notare gefordert.

Dokumentenechtheit kann immer nur für ein komplettes System — bestehend aus Drucker, Toner und Papier — geprüft und nachgewiesen werden. Das Papier spielt bezüglich der Dokumentenechtheit eine sehr große Rolle. Dokumentenechtheit kann nur gewährleistet werden, wenn der Anwender neben dem geprüften Gerätetyp auch stets die geprüfte Papiersorte verwendet. In vielen Ausschreibungen sind Forderungen zum Nachweis der Dokumentenechtheit daher nicht sinnvoll.

Für wiederaufbereitete Tonermodule oder -kartuschen ist die Prüfung auf Dokumentenechtheit nicht möglich. Für die Ausstellung des neunseitigen Prüfungszeugnisses ist die Genehmigung des Druckerherstellers sowie des Papierherstellers notwendig. Da es sich bei Druckerhersteller und Hersteller von Rebuilt-Tonermodulen um gegensätzliche Interessenparteien handelt ist eine solche Genehmigung undenkbar.

Das heißt jedoch nicht, dass Rebuilt-Tonermodule für den Anwender wichtige Kriterien wie Tonerhaftung und Abriebfestigkeit nicht erfüllen. Dies zu überprüfen ist in Anlehnung an die DIN 33870 bereits mit den dort beschriebenen Verfahren zur Falzprüfung und mit einer visuellen Prüfung mittels Klebebandmethode (Tape-Test) möglich und kann im Rahmen der Prüfung von Mustern vom Anwender selbst ohne großen Aufwand durchgeführt werden. Diese Prüfungen sollten dann natürlich auch mit Ausdrucken von Original-Toner vorgenommen werden, da erst dann ein Vergleich möglich ist.

Welche Zertifikate gibt es für wiederaufbereitete Tonermodule?

In Deutschland gibt es drei Zertifikate - BG-Prüfzertifikat, Umweltzeichen Blauer Engel und LGA-Prüfzertifikat.

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft veröffentlicht die zertifizierten Unternehmen und Produkte mit BG-Prüfzert in ihrer Datenbank "Geprüfte Produkte". Die Verwendung des BG-Prüfzert-Zeichens ist nur mit eingedruckter Zertifikatsnummer zulässig.

Produkte, die das Umweltzeichen Blauer Engel tragen dürfen finden Sie Link auf.

Für nähere Informationen zu den einzelnen Zertifikaten stehen wir gern zur Verfügung.